GR 131: Stürmisches Ende auf El Hierro

El Hierro fühlt sich sofort anders an: ruhiger, leerer, rauer. Der GR 131 führt hier über windgepeitschte Höhenzüge, durch Nebel und weite Landschaften – bis ganz ans Ende Spaniens. Was wie ein kurzer, überschaubarer Abschnitt wirkt, entwickelt schnell seine eigene Dynamik.

In Santa Cruz de La Palma gehen wir früh am Morgen zur Fähre, die uns zuerst nach Teneriffa bringt. Schon im Hafen schaukelt das Schiff ordentlich und beim Boarding heißt es, wir sollen selbstbewussten Schrittes auf die Rampe gehen, die klingt wie ein leidender Chewbacca.

Kurz vor Abfahrt fällt Ryan auf, dass er seinen Elektronikbeutel im Hostel vergessen hat. Zu spät. Weg sind Powerbank, Kabel und Medikamente. Nichts Existenzbedrohendes, aber ärgerlich – vor allem nach dem, was der arme Kerl kürzlich erst mit seinem Magen-Darm-Infekt durchmachen musste. Ich sende eine Nachricht an das Hostel, habe aber nach unseren Erfahrungen mit denen nicht allzu große Hoffnung, die vergessenen Sachen zurückzubekommen.

Die Überfahrt dauert aufgrund des Seegangs mit drei Stunden etwas länger als geplant, aber immerhin bedeutet das, weniger Zeit in Los Cristianos totschlagen zu müssen. Ich beobachte die Gischt, die über die Fenster läuft, und verliere mich ein wenig in den Lichtreflexionen.

Dann zwei Stunden Aufenthalt in Los Cristianos. Wir kämpfen uns durch Menschenmassen, vorbei an Strip-Malls, Resorts und einer Urlaubswelt, die mit der Insel selbst wenig zu tun hat. Unsere Strategien gehen auseinander: Ich will schnell durch, raus aus dem Trubel. Ryan macht das Gegenteil – bewusst langsam, um nicht zusätzlich überfordert zu werden. Beides logisch, aber zusammen schwierig. Dann kommt noch ein praktisches Problem dazu: Ich muss dringend auf die Toilette. Also McDonald’s. Ryan isst etwas, das sich wohl Frühstück nennt, ich kann mich erleichtern. Wir besorgen ihm ein neues Kabel für seine AirPods, holen uns Acai-Bowls, und dann ist es auch schon Zeit für die nächste Fähre. Die zweite Überfahrt ist ruhig und zwei weitere Stunden später erreichen wir El Hierro.

GR 131 Tag 28 – Ein ruhiger Start auf El Hierro

Puerto de la Estaca bis Villa de Valverde: 5,4 km / 640 hm / 1,5 h

Auf El Hierro geht es sofort entspannt zu. Der Hafen von Puerto de la Estaca wirkt wie ausgestorben. Keine Hektik, kein Lärm. El Hierro ist die kleinste und abgelegenste der Kanarischen Inseln, und genau das merkt man sofort. Mir gefällt’s.

Wir schultern die Rucksäcke und laufen los. Fünf Kilometer, 640 Höhenmeter – direkt vom Hafen hinauf nach Villa de Valverde.

Der GR 131 führt über einen steingepflasterten Pfad, vorbei an Ziegen und über Felsen. Im Boden zeigen sich immer wieder erstarrte Lavaformen, gefaltet wie zähflüssige Wellen. Mit jedem Schritt öffnet sich der Blick zurück auf den Hafen: klar gezeichnete Linien aus Beton, Straße und Wasser, eingerahmt von der steilen, dunklen Küste. Es ist heute sehr windig und die Böen sind so heftig, dass wir froh sind, heute eine Unterkunft zu haben. Es sieht nicht danach aus, hier windgeschützte Zeltplätze zu finden.

Oben angekommen bin ich trotz des kühlen Winds komplett durchgeschwitzt von der kurzen, aber recht steilen Wanderung. Es ist kalt geworden und die warme Dusche fühlt sich entsprechend gut an. Auch in der Unterkunft ist es kühl, sodass wir uns unter die Bettdecke kuscheln, während der Wind um das Haus heult und an den Fenstern rüttelt. Ein ruhiger Abschluss – nach einem Tag, der sich deutlich länger angefühlt hat, als er war.

Unfreiwillige Zeros – Magen-Darm-Infekt auf El Hierro

Um zwei Uhr nachts wache ich mit leichter Übelkeit auf. Um sechs Uhr dann Durchfall und zwei Stunden später übergebe ich mich mehrfach.
Weitere zwei Stunden danach – zehn Minuten vor Check-out – noch einmal. Die Übelkeit kommt in Wellen zurück, kaum dass sie kurz nachlässt. Ich achte darauf, kleine Schlucke Wasser und etwas Elektrolyte zu trinken. Mehr geht nicht. Was immer Ryan vor zwei Tagen erwischt hat, hat jetzt mich erreicht.

Um zwölf müssen wir auschecken, weil keine weitere Nacht in der Unterkunft verfügbar war. Genau das, was ich in diesem Zustand nicht gebrauchen kann: draußen sein müssen.

Zwei Stunden überbrücken wir auf einer Parkbank, bis wir in die nächste Unterkunft einchecken können. Ich friere, habe Schüttelfrost, mein ganzer Körper tut weh. Immerhin: kein weiteres Erbrechen und kein Durchfall in der Öffentlichkeit. Wir schauen Netflix auf dem Smartphone, einfach zur Ablenkung.

Dann der Weg zur nächsten Unterkunft. Ein Kilometer und 130 steile Höhenmeter. Klingt harmlos, ist es aber nicht. Ich brauche fast eine Stunde und viele Pausen, weil ich mich so schwach fühle. Zwei Katzen am Wegesrand nehme ich noch wahr, sonst wenig. Alles reduziert sich auf Bewegung und Durchhalten. Ich rede mir leise gut zu, immer wieder dieselben Sätze: „I can do it“ und „Almost there“. Mehr passt gerade nicht in meinen Kopf. Es ist der härteste Kilometer meines Lebens.

Ich bin froh, endlich angekommen zu sein und unter warmen Decken auf der Couch zu liegen. Die Übelkeit ebbt langsam ab, Schüttelfrost und Gliederschmerzen bleiben jedoch. Jede Bewegung schmerzt. Es fühlt sich an, als hätte ich einen Autounfall gehabt. Am Nachmittag schlafe ich endlich für eine Stunde erschöpft ein. Am Abend versuche ich vorsichtig, etwas zu essen. Ein paar Stücke Apfel, etwas Suppe, dazu Tee und Elektrolyte. Alles bleibt drin. Erfolg.

Am nächsten Morgen wache ich vom Krähen der Hähne auf, die den ganzen Tag über so weitermachen. Aber lieber das als Straßenlärm. Valverde ist so angenehm ruhig. Das hat uns bereits auf La Palma so gut getan. Und unsere Unterkunft ist urgemütlich – wir nennen sie liebevoll unsere „Bärenhöhle“.

Mir geht es deutlich besser. Es fühlt sich an wie trockene, saubere Socken nach Tagen voller Nässe. Wie eine Dusche nach einer Woche voller Dreck und Nässe. Dinge, die so selbstverständlich sind, dass man sie kaum wahrnimmt – bis man sie vermisst. Sich einfach normal zu fühlen, ohne Schmerzen, ohne Übelkeit. Ich genieße dieses Gefühl gerade sehr. Mit chronischen Schmerzen kenne ich das. Das hat auch etwas Schönes: das Schmerzfreisein so bewusst wahrzunehmen und zu genießen.

Heute bleiben wir noch hier, um mich auszuruhen und Kräfte zu sammeln. Dann sind es nur noch 34 Kilometer bis zum Ende des GR 131. Rückblickend ist es fast absurd: zwei Wochen Erkältung, jetzt noch der Magen-Darm-Infekt – und das auf einer vergleichsweise kurzen, einmonatigen Wanderung. So oft krank war ich noch nie auf einem Thru-Hike.

Der Tag bleibt ruhig. Ein kurzer Spaziergang, leichtes Essen und Rehydrierung. Am Abend setzt Regen ein. Der Wind treibt ihn gegen das Haus, sodass es klingt, als befänden wir uns in einer Autowaschanlage. Wir sehen uns an und sagen: „Eww“ und sind einfach nur froh, drinnen zu sein.

GR 131 Tag 29 – Kalt & Stürmisch

Valverde bis Montaña de la Virgen: 27,3 km / 1.400 hm / 6,5 h

Wir lassen uns Zeit und starten erst nach 10 Uhr in unseren letzten vollen Wandertag auf dem GR 131. Es ist kühler als bisher, aber ein Mix aus Sonne und Wolken täuscht darüber hinweg, was uns erwartet. Hätte ich es geahnt, wäre ich wohl einfach in unserer gemütlichen Bärenhöhle geblieben. Doch zunächst wirkt alles harmlos.

Zwei Katzen begegnen uns auf dem Weg aus der Stadt heraus und lassen sich streicheln. Ich belohne sie mit ein paar Leckerlis. Jetzt habe ich nur noch ein kleines bisschen übrig, für eine letzte Katze.

Wir passieren ein Schild, das von der alle vier Jahre stattfindenden Pilgerwanderung Bajada de la Virgen de los Reyes berichtet. Die Tradition geht auf eine erste Prozession im Jahr 1614 zurück. Nach einer schweren Dürre legten die Bewohner 1741 ein Gelübde ab, die Heiligenfigur der Schutzpatronin der Hirten und El Hierros regelmäßig nach Valverde und zurückzutragen. Der GR 131 basiert auf dieser Route, die später bis zu den Küsten erweitert wurde.

Der GR 131 zieht sich über Pflastersteine, zwischen Trockenmauern, Kakteen und Gras durch grüne Terrassen, vorbei an Arbeitern, die den Pfad freischneiden, an Schnecken und großen, schwarzen Moderkäfern, die bei unserem Näherkommen ihr Hinterteil skorpionartig anheben. Das tun sie bei Gefahr, um Angreifer abzuschrecken. Wir laufen ein Stück an der Straße entlang bis nach Tiñor, wo wir an einer Wasserstelle bei der Kapelle pausieren. Etwas besorgt blicken wir dabei auf dunkle Wolken.

Wir steigen weiter auf, vorbei an Kühen und süßen Kälbchen, durch zunehmend feuchte Vegetation. Die Bäume sind bemoost, was Zeugnis von der hohen Luftfeuchtigkeit hier ablegt.

Kurz darauf erreichen wir einen Picknicktisch mit weiterer Wasserstelle, an dem wir uns niederlassen. An Wasser mangelt es auf dem GR 131 auf El Hierro nicht, obwohl wir es heute gar nicht brauchen. Nebel zieht auf und es wird richtig kalt. Wir können unseren Atem kondensieren sehen. Ich ziehe Daunenjacke und Handschuhe an. Ich habe nicht damit gerechnet, diese außerhalb vom Teide zu benötigen.

Kurz darauf trifft uns der Wind hart, wie ein Schlag von der Seite. Und es wird nicht besser, je weiter wir aufsteigen. Mit jedem Höhenmeter wird es kälter, feuchter, unangenehmer. Windgebeugte Zypressen deuten darauf hin, dass das hier kein Ausnahmezustand ist. Wir kämpfen uns durch den Sturm, vorbei an Aussichtspunkten, die uns absolut nichts präsentieren außer verschiedenen Abstufungen von Grau. Ich bin mir sicher, die Aussicht wäre sehr hübsch. Anscheinend gibt es hier irgendwo einen Krater. Na gut, das muss ich jetzt einfach glauben.

Der Laurisilva-Wald ist eine der wenigen Stellen, die auch ohne Sicht funktionieren. Außerdem sind wir hier vor den Windböen geschützt. Der Wald wirkt dicht, verwachsen und ineinander verschlungen. Die Äste krümmen sich in alle Richtungen, überzogen mit Moos und Feuchtigkeit.

Wir wandern über einen Pfad aus schwarzer Asche. Dort machen wir eine schnelle Snackpause, in der mir jedoch schnell kalt wird. So kalt, dass ich Leggings und Regenhose überziehe, was nun immerhin meine Beine wärmt. Meine Hände sind jedoch eiskalt, trotz Handschuhen. Brrrr. Dann fängt es auch noch an zu regnen.

Am Cruz de los Reyes erreichen wir einen Parkplatz, wo der GR 131 steil weiter zum höchsten Punkt der Insel, dem Malpaso auf 1.501 m, führen würde. Wir entscheiden uns dafür, lieber der Schotterstraße drumherum zu folgen. Es ergibt keinen Sinn, höher zu gehen, wo wir ohnehin nichts sehen können und der Wind viel stärker bläst. Uns ist bereits kalt genug.

Möglichkeiten für Pausen gibt es nicht in diesem fiesen Mieswetter, also trotten wir eisern voran, mit Hörbuch im Ohr zur Unterhaltung und Ablenkung von der bitteren Realität. Der Wind fegt immer wieder sichtbar den Regen über die Straße und rüttelt uns ordentlich durch.

Nach einigen Kilometern stoßen wir wieder auf den GR 131, der jetzt bergab führt. Und so langsam haben wir die ersten kurzen Blicke auf die Küste und das Dorf Sabinosa unter uns. Es wird jetzt auch wieder wärmer, aber die Kleidungsschichten bleiben.

Wir folgen dem Weg abwärts durch duftende Blumenfelder, vorbei an Kakteen und windgebeugten Zypressen. Hier unten scheint wieder die Sonne und in der Ferne sind jetzt Vulkankegel zu erkennen. Dann finden wir endlich eine windgeschützte Stelle für eine Pause. Essen, trinken und pinkeln musste ich auch schon seit Stunden.

Ich habe keine große Hoffnung, einen geschützten Zeltplatz unter diesen Bedingungen zu finden, aber tatsächlich finden wir etwas unter diesen Umständen sehr Annehmbares abseits des Trails zwischen Zypressen. Der Wind ist laut, aber bis auf gelegentliche Böen erreicht er uns nicht. Naja, wie wir bereits aus Erfahrung wissen, kann sich das im Verlauf der Nacht durchaus ändern.

Wir würden es heute noch bis zum Ende des Trails an der Küste schaffen, aber da gibt es sicherlich keine geschützten Plätze, und da das Ende des GR 131 mitten im Nirgendwo ohne Annehmlichkeiten oder Busanbindung ist, bleiben wir hier.

Der kälteste Tag, den wir auf dem GR 131 hatten. Ich bin froh, in den warmen Schlafsack zu kriechen. So habe ich mir das nicht vorgestellt. Ich dachte mir, dass nur noch 34 Kilometer und 1.400 hm doch leicht zu schaffen seien, trotz etwas geschwächtem Zustand. Diese Wetterkapriolen habe ich natürlich nicht eingerechnet.

Außerdem ist die Erkältung mit voller Wucht zurück, die mich zwei Wochen lang gequält hat, aber seit La Gomera weg war. Ich bin wieder ein Snuffaluffagus. Immerhin habe ich noch Nasenspray.

GR 131 Tag 30 – Das Ende

Montaña de la Virgen bis Embarcadero de Orchilla: 7,7 km / 40 hm / 2 h

Der Morgen begrüßt uns mit einem Mix aus Sonne und Wolken und ist deutlich wärmer. Ich ziehe eine Kleidungsschicht nach der anderen aus, bis ich wieder in Shorts und Shirt laufe.

Wir passieren die schneeweiße Kapelle der Ermita Virgen de Los Reyes – Ziel der alle vier Jahre stattfindenden Pilgerwanderung und Aufbewahrungsort der Heiligenfigur. Anschauen können wir sie nicht, denn die Kirche ist so früh am Morgen noch geschlossen. Sowohl hier als auch am Picknickplatz bei der Caracol-Höhle geben die Wasserhähne keinen Tropfen Wasser her. Wir hoffen also am Ende des Trails auf Wasser zu stoßen. Die Höhlen wurden einst von Hirten als Unterschlupf genutzt und ursprünglich soll auch die Madonnenstatue hier aufbewahrt worden sein.

Vorbei an Kratern, Vulkankegeln und Lavafeldern geht es steil abwärts. Die Landschaft verändert sich kaum. Braun, schwarz, Stein. Eine schmale Straße zieht sich durch die Lava – der einzige Hinweis darauf, dass diese Landschaft nicht völlig unberührt ist. Auf dieser Straße gehen wir die letzten Kilometer Richtung Punta Orchilla. Ein Leuchtturm taucht auf, dann erreichen wir die Küste und damit das Ende des GR 131.

Und einst das Ende der Welt. Der ursprüngliche Nullmeridian verlief am südwestlichen Rand von El Hierro, das bis zur „Entdeckung“ Amerikas durch Christoph Kolumbus als westlichster Punkt der Welt galt.

Wir setzen uns an den Picknickplatz und schauen aufs Meer. Drei schwarze Katzen tauchen auf und haben es auf das Hühnchen eines spanischen Paares abgesehen, das dort grillt. Sowohl die Katzen als auch wir bekommen etwas von dem köstlichen Pollo Asado ab. Nur Wasser gibt es auch hier nicht und mittlerweile sind unsere Flaschen leer. Ich gehe hinunter zu den Felsen, erkunde die Gezeitenbecken und entdecke kleine Krabben, die zwischen den Steinen verschwinden.

Die Straße endet hier und viele Autos sind hier nicht, daher beschließen wir, wieder zurück zur Kreuzung mit der HI-500 hinaufzugehen, wo wir alle Autos abfangen können.

Rückweg zur Kreuzung

Embarcadero de Orchilla bis Kreuzung mit HI-500: 5 km / 450 hm / 1,25 h

Es ist deutlich heißer auf dem Weg zurück hinauf. Fünf Kilometer, 450 Höhenmeter und kein Wasser. Während des gesamten Aufstiegs passiert uns kein einziges Auto, dem wir den Daumen entgegenstrecken könnten. Nur ein paar Fahrzeuge auf dem Weg nach unten, in die Gegenrichtung. Naja, irgendwann müssen sie zurückkommen. Wir haben kein bestimmtes Ziel, wollen einfach nur irgendwohin, wo es eine Bushaltestelle gibt. Es ist schön, keine Pläne zu haben und einfach zu sehen, wohin es uns verschlägt.

An der Kreuzung warten wir nicht lange. Kerstin aus Deutschland hält an und nimmt uns bis nach Frontera mit. Sie lebt aktuell in Großbritannien und verbringt seit fünf Wochen Zeit auf El Hierro. Am Supermarkt steigen wir aus, kaufen Getränke, und wenig später sitzen wir gemeinsam mit ihr in einem Café. Wir reden lange – über Buddhismus, Meditation und mentale Gesundheit.

Wir bleiben in Frontera und nehmen uns eine Unterkunft. Alles Weitere – nächste Schritte, Rückreise – klären wir später. Ich bin komplett durch. Halsschmerzen, Schnupfen, Niesen. Ich habe genug davon, krank zu sein, und bin daher ehrlich gesagt nicht traurig, dass der GR 131 zu Ende ist. Es war wunderschön, wie immer, aber ich bin bereit, nach Hause zu gehen und mir die Zeit zu nehmen, wieder vollständig gesund zu werden.

Am nächsten Tag planen wir die Heimreise. Für Sonntag finden wir einen halbwegs bezahlbaren Flug von Teneriffa. Bis dahin mieten wir uns ein Auto und erkunden El Hierro noch ein wenig. Zum ersten Mal seit Wochen ohne Rucksack und ohne Ziel für den nächsten Tag. Einfach nur da. Die Basis dafür legen wir nach Valverde, in unsere bereits bekannte Bärenhöhle.

Herausforderungen & Höhepunkte des GR 131 auf El Hierro

Herausforderungen: Ein Magen-Darm-Infekt und Wetterumschwung zu kalter, stürmischer Nässe.

Höhepunkte: Die Ruhe auf El Hierro, der Laurisilva-Wald und das Ende am Faro de Orchilla.

Lektion: Flexibilität ist wichtiger als ein Plan.

Kurzinfo GR 131 auf El Hierro

Dauer: 2 Tage
Distanz: 40 km
Ausgangspunkt: Puerto de la Estaca oder Tamaduste, El Hierro
Endpunkt: Embarcadero de Orchilla, El Hierro
Gesamtanstieg: 1.680 hm
Schwierigkeit: einfach – bis T2 (Bergwandern)

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