Am spektakulären Cape Kidnappers befinden sich zwei große Tölpelkolonien. Hier kann man Tölpel brüten und werben sehen und die Ausblicke genießen. Ein 10km langer Weg führt bei Ebbe zu den Klippen.
Ich gehe zuerst ins Informationszentrum, um mich über die Gezeiten zu informieren, da ich vorhabe, zum Cape Kidnappers zu laufen, was nur bei Ebbe möglich ist. Ebbe ist heute erst um 16 Uhr, also genug Zeit.
Dann gehe ich an den Ocean Beach, wo ich „Friedhof der Kuscheltiere“ zu Ende gelesen habe. Ich lese alles Deutsche, was mir in die Hände fällt, und das Buch ist sogar spannend, weswegen es auch schon wieder ausgelesen ist.
Ich gehe noch kurz einen Strand weiter – Waimarama – und fahre dann nach Napier, um mir schon mal eine neue Unterkunft zu suchen. Es wird nämlich heute Abend spät werden, weil der Weg zum Cape Kidnappers lange dauern wird.
Hin und zurück sind es insgesamt 20km und man benötigt ungefähr 5 Stunden. Es geht immer am Strand entlang. Am Anfang verzichte ich auf Schuhe, da man keine Chance hat, diese trocken dort herauszubekommen. Die erste große Tölpelkolonie befindet sich am „Black Reef“, die zweite auf einem Hügel.
Hunderte Vögel sitzen hier, werben und schreien. Außerdem hat man von hier oben einen wunderbaren Ausblick auf das Kap. Angekackt wurde ich auch, schönen Dank.
Um 19:30 Uhr breche ich wieder auf und der Rückweg gestaltet sich doch als recht beschwerlich. Es wird immer dunkler und meine Füße beginnen zunehmend zu schmerzen. Einen langen Marsch bringe ich hinter mich. Cape Kidnappers lohnt sich definitiv, und wer keine Lust auf Laufen hat, der kann sich auch hinkutschieren lassen. Massen von Touristen wurden dahin geschaufelt, unglaublich. Da war’s vorbei mit der Einsamkeit und Ruhe.





















