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USA: Küstenwanderung auf dem Trans-Catalina-Trail

Der 62 Kilometer lange Trans-Catalina-Trail schlängelt sich durch die wilde Schönheit Catalina Islands vor der Küste Südkaliforniens. Mit atemberaubenden Aussichten auf den azurblauen Pazifik bietet dieser Weg nicht nur natürliche Schönheit, sondern fordert Wanderer auch mit seinen steilen Anstiegen und schmalen Gratpfaden heraus. Diese Mischung aus Küsten- und Berglandschaften macht den Trail so abwechslungsreich. Der Trans-Catalina-Trail verspricht ein Abenteuer, bei dem die Natur ihre Geschichte erzählt – von der reichen Tier- und Pflanzenwelt bis zu spektakulären Ausblicken, die Wanderer an jeder Ecke erwarten. Die Insel ist nicht nur die Heimat einer überraschenden Population wilder Bisons, sondern beherbergt auch seltene Füchse und majestätische Weißkopfseeadler, die Catalina für ihre Brut auswählen.

Dank der guten Erreichbarkeit von Catalina Island ist der Trail eine Einladung, die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen und in eine Welt einzutauchen, in der die Zeit eine andere Bedeutung hat. Ob ihr euch nach der Stille der Natur sehnt, euch sportlich herausfordern möchtet oder einfach nur die Schönheit der Insel genießen wollt – dieser Trail bietet für jeden etwas. Da es fünf Campgrounds auf der Insel gibt, könnt ihr es langsam und genussvoll angehen oder auch schneller. Wir haben uns für drei Tage mit zwei Übernachtungen entschieden, was für uns perfekt war.

Wir fahren früh los um die erste Fähre um 8:45 Uhr von San Pedro nach Two Harbours auf Catalina Island zu nehmen. Vom Boot können wir Delfine und sogar einen Wal sehen, der Wasser in die Luft bläst. Der Kapitän verkündet, dass die Toiletten unter den Treppen zu finden sind, da wo sie auch Mister Potter aufbewahren würden. Den meisten Teil der Überfahrt verschlafe ich jedoch, denn zu viel Schlaf bin ich in der Nacht zuvor nicht gekommen. Nach einer Stunde und 15 Minuten erreichen wir Avalon und eine weitere Stunde und 15 Minuten später Two Harbours, wo wir unsere Wanderung starten werden.

Klassischerweise wird der Trans-Catalina-Trail von Avalon nach Two Harbours begangen. Da aber die Fähre von Two Harbours zu dieser Jahreszeit (Januar bis Ende März) dienstags und donnerstags nicht verkehrt, haben wir uns für die Gegenrichtung entschieden. Von und nach Avalon gehen jeden Tag Fähren. Und offen gesagt weiß ich auch nicht, warum der Weg standardmäßig in die andere Richtung gegangen wird, da man auf Meereshöhe startet und wieder ankommt und es deshalb keinen Unterschied bezüglich der Anstiege macht. Außer uns steigt nur eine Gruppe junger Wanderer mit großen Rucksäcken aus, der Rest geht in Avalon von Bord. Der Himmel ist eher grau und wir hoffen darauf, dass es nicht regnet. Die Vorhersage für unsere drei Tage auf der Insel verspricht ein sehr gemischtes Wetter.

Wir haben etwas Schwierigkeiten unsere Campsite zu finden, da es keine Beschilderung gibt. Später finden wir heraus, dass der Campground-Plan sich an der Rangerstation direkt am Anleger befindet, wo zwei nette Damen bereit gewesen wären, uns jegliche Auskunft zu geben. Zu unserer Verteidigung: Wir leiden beide unter Schlafmangel und erwiesenermaßen arbeitet das Gehirn dann etwas langsamer. Dafür begegnen wir einem Fuchs, der sehr brav für Fotos posiert und den wir „Henry“ taufen. Es dauert also länger als gedacht und ist etwas chaotisch, aber schließlich sind wir erfolgreich darin unsere Campsite zu finden. Unsere Campsite, Nummer 11, empfinde ich übrigens als schönste. Sie ist etwas höher und damit etwas abseits gelegen und bietet einen schönen Blick über den Hafen. Aber auch Campsites 1 bis 4 direkt am Wasser sehen sehr ansprechend aus.

Wir werfen wahllos alles unwichtig Erscheinende in die bereitgestellte Fox-Box, um aufzubrechen. Dabei handelt es sich um Aufbewahrungsboxen für Lebensmittel um sie vor der lokalen Tierwelt zu schützen, insbesondere vor den neugierigen Inselfüchsen und Raben. Sie haben gelernt, dass Campgrounds eine einfache Nahrungsquelle sein können, was nicht nur für die Tiere schädlich ist, da es ihre natürlichen Fressgewohnheiten stört, sondern auch für Wanderer die Gefahr birgt ihr Essen zu verlieren. Ich verwende einen Stock, um die Fox-Box etwas abzusichern, denn es sieht so aus, als wäre der Verschlussmechanismus der Box für ein Schloss gedacht. Daher denke ich mir, dass das irgendeinen Grund haben muss und wir besser dran sind einen „Safety-Stick“ einzubauen.

Wir haben für die fortgeschrittene Tageszeit einiges vor und sind dementsprechend ein bisschen in Eile. Wir haben immerhin 25 Kilometer geplant. Dabei handelt es sich um einen Rundweg über Parsons Landing, der uns schließlich wieder hierher zurückführen wird. Daher müssen wir heute nicht unser gesamtes Gepäck mitnehmen. Wir haben uns vorgenommen einfach zu sehen, wie weit wir kommen und im schlechtesten Fall einfach umzukehren anstatt den Weg durch das Inland zurückzunehmen. Da wir mit leichtem Gepäck unterwegs sind und das Wetter ohnehin nicht allzu sehr zum Verweilen einzuladen scheint, sind wir jedoch frohen Mutes das zu schaffen.

Schließlich brechen wir um 12 Uhr auf und erfragen dieses Mal bei den netten Damen an der Rangerstation, wo wir Wasser finden könnten. Sie verweisen uns auf das Bad oder gekauftes Wasser aus dem General Store. Später wissen wir, warum sie das kaufbare Wasser erwähnt haben. Denn das Badezimmerwasser schmeckt grausig, voller Chlor. Das war wohl die typisch amerikanisch indirekte Art uns darauf hinzuweisen. Ich verstehe wirklich nicht, warum die Amerikaner immerzu um den heißen Brei herumreden. Freundlichkeit hin oder her, seid doch bitte direkter, um Himmels willen! Mithilfe von Crystal Light (einem amerikanischen Getränkemix) ist das Wasser aber trinkbar, denn das überdeckt den Chlor-Geschmack.

 

1. Tag: Sonnenuntergang auf dem höchsten Punkt von Catalina Island
Two Harbours Loop über Parsons Landing

25 km / 775 hm / 6,5 Stunden

Der erste Teil führt uns etwas langweilig über flache Schotterstraße an der Küste entlang, dabei aber immer wieder mit schönen Ausblicken auf die Küste und kleine Buchten unter uns. Pelikane fliegen über uns hinweg. Wir überholen die Gruppe vom Boot, die offenbar in Parsons Landing übernachten werden und daher viel Zeit haben. Der Tag startet grau, wird dann aber immer freundlicher und als wir den abgelegenen Strand von Parsons Landing erreichen, scheint sogar die Sonne. Das verleitet uns dazu, ein schnelles Bad im kalten Ozean zu nehmen. Die Campsite hier sieht wirklich schön aus, aber uns waren die 10 Kilometer hierher zu wenig, um hier zu übernachten. Die Zeltplätze liegen direkt am sandigen Strand. Tatsächlich kann man den 60 Kilometer langen Trans-Catalina-Trail ganz entspannt in fünf Tagen wandern und dabei jeden Campground mitnehmen. Wildzelten ist auf Catalina Island nicht erlaubt.

Als wir aus dem Wasser und zurück zu unseren Rucksäcken kommen, erwischen wir Raben, die sich gerade über unsere Sachen hermachen. Sie haben es doch tatsächlich geschafft den Reißverschluss meiner Hüftgurttaschen zu öffnen. Der Inhalt liegt verstreut auf dem Boden und meine Traubenzuckerpackung ist halb auseinander genommen. Glücklicherweise scheint aber nichts zu fehlen, nicht mal viele der Zuckerdrops. Vielleicht haben die Raben einfach nur Spaß daran, wer weiß.

Wer hier noch weiter bis zum westlichen Ende der Insel gehen möchte, kann bis zum einsamen Starlight Beach weiter wandern. Diese Variante fügt weitere 9,5 km zu dieser Sektion hinzu – für uns heute nicht mehr machbar. Wir folgen dem offiziellen Verlauf des Trans-Catalina-Trail nun ins bergige Inland, um in einem Rundweg wieder zurück nach Two Harbours zu gelangen. Die Hügel sind überraschend grün für Südkalifornien, denn Februar ist der nasseste Monat und dieses Jahr ist keine Ausnahme. Die üppig grünen Hügel und die stimmungsvollen Küstenlandschaften erinnern mich stark an Neuseeland. Nur die vielen Kakteen beweisen, dass wir uns tatsächlich noch immer in Südkalifornien befinden.

Wir machen uns auf den Rückweg, der extrem steil den Berg hinaufführt. Ich dachte der Weg an der Küste wäre der schönste Teil des Tages, aber der Teil über die Berge im Inland erweist sich als wahrer Höhepunkt. Wir kommen rechtzeitig zum Sonnenuntergang oben an. Wolken wabern atmosphärisch um die Berge und die Küste herum, die Sonne taucht die kaktusbestandenen Hügel in goldenes Licht. Am Festland können wir die pink-orange beschienenden schneebedeckten Bergkuppen aus den Wolken herausragen sehen, die zwar 150 Kilometer entfernt sind, aber sich heute glasklar am Himmel abzeichnen. Das war die Anstrengung der 500 steilen Höhenmeter absolut wert.

Es ist so wunderschön, wir kriegen uns kaum ein, bleiben immer wieder stehen, staunen und machen Fotos. Der Wahnsinn, nicht in Worte zu fassen. Die Wolken machen den Sonnenuntergang am spektakulärsten und zu etwas ganz Besonderem. Wir warten den Sonnenuntergang ab und entscheiden uns dafür die letzten Kilometer im Dunkeln zurückzulegen. Der Abstieg ist zwar immer wieder steil, aber einfach, daher stellt das keine große Schwierigkeit dar. Das Timing heute war wirklich perfekt. Zum Sonnenschein am Strand, zum atemberaubenden Sonnenuntergang auf dem Berg und bei Dunkelheit zurück am Zelt. Wir stellen das Zelt auf, kochen und ziehen uns dann schnell zurück. Wir sind müde, denn wir haben nur wenig Schlaf bekommen.

2. Tag: Regnerischer Tag zwischen Aussichten und Kaktusfrüchten
Two Harbours bis Black Jack Campground

23 km / 1.236 hm / 6,5 Stunden

Wir wachen zum Sonnenaufgang auf, der heute allerdings nicht sehr spektakulär ist, denn ein Berg ist im Weg und es ist grau heute. Regen ist vorhergesagt, aber wir hoffen auf das Beste. Wir starten unsere Wanderung ostwärts über die Insel. Der Tag beginnt extrem steil, denn wir nehmen eine Abkürzung direkt vom Campground in Two Harbours zum Trans-Catalina-Trail, um nicht zurück zum Hafen gehen zu müssen. So früh am Morgen bin ich definitiv noch nicht bereit, solche Höchstleistungen zu vollbringen. So schimpfe und singe ich vor mich hin, während ich langsam den Berg hinauf stapfe. Ich erreiche meine Bestleistung meistens erst am späten Nachmittag. Mein zirkadianer Rhythmus scheint anders als der der meisten anderen zu funktionieren.

Wir erreichen einen Funkturm, der den ersten Anstieg krönt, und wo wir ein zweites Frühstück einnehmen. Unter uns können wir eine Bisonherde entdecken, sie befindet sich jedoch in einiger Entfernung. Überraschenderweise befinden sich auf dieser Insel vor der Küste Südkaliforniens eine Herde wilder Bisons, bestehend aus etwa 150 Tieren. Diese imposanten Büffel wurden ursprünglich in den 1920er Jahren für Dreharbeiten eines Films auf die Insel gebracht. Seitdem haben sie Catalina Island zu ihrer Heimat gemacht. Die Giganten gehören zu den Höhepunkten eines Besuchs der Insel. Ihr Überleben auf der Insel ist ein faszinierendes Beispiel für unvorhergesehene, lang anhaltende Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Natur. Warnschilder weisen überall darauf hin, gebührenden Abstand zu den Tieren zu halten.

Von hier aus führt uns der Trans-Catalina-Trail weiter steil hinauf. Wir können das Ziel des Anstiegs bereits aus der Ferne entdecken, denn es ist mit einer überdachten Picknickbank versehen. Nachdem wir diese erreichen und ein drittes Frühstück einlegen, fängt es dann doch an zu regnen. Wolken ziehen unter uns hindurch und es wird schnell kalt. Wir kleiden uns in unsere Regenjacken und machen uns auf den Weiterweg, weg von dieser exponierten Stelle. Der Abstieg führt uns über einen wunderschönen Grat hinab. Heute erinnert mich die Insel an Irland, mit ihrem von Felsen durchzogenen Grün, dem Wind, Regen und den tief hängenden Wolken.

Die ersten Wanderer des Tages kommen uns entgegen, sie alle gehen den Trans-Catalina-Trail in die andere Richtung und kommen vom Campground in Little Harbour. Darunter ist ein PCT Hiker von 2023 – leicht erkennbar an Shorts, Frogg Toggs und kleinem Hyperlite-Rucksack – mit dem wir uns kurz unterhalten. Während unseres Abstiegs hört es auf zu regnen und wird wieder wärmer. Wir bleiben mit Tanzen und Singen bei guter Laune. Wir finden eine schöne Stelle für eine weitere Pause, mit Blick auf die Bucht Little Harbour. Dabei entdecken wir hübsche Blumen, essbaren Meeresspargel und sogar Fenchel.

Wir wandern das letzte Stück hinunter zum sich in der Bucht befindenden und mit vielen Palmen bestandenen Campground, wo wir nur kurz Wasser auffüllen. Das Wasser hier schmeckt deutlich besser als das in Two Harbours. Wir wollen vor 16 Uhr am Flughafen sein, um in dem Café dort etwas zu essen zu bekommen. Wir sind schon voll im Thru-Hiker Modus, wo sich alles um die nächste Mahlzeit dreht. Der weitere Weg steigt wieder an, dieses Mal aber weniger steil als bisher gewohnt. Die Sonne ist mittlerweile herausgekommen und es ist deutlich wärmer geworden – perfektes Shorts-und-Shirts-Wetter, mein Lieblingswetter. Der Pfad schlängelt sich am Berghang entlang, immer wieder sanft auf und ab. Hinter uns breitet sich die Küste aus. Stetig begleiten uns stachelige Kakteen am Wegesrand, die die interessantesten Formen bilden. Von Herzen bis zu Hasenohren ist alles dabei.

Bei ihrem Anblick frage ich mich, ob man die Kakteenfrüchte eigentlich essen kann. Ich habe so viele auf dem PCT gesehen, aber niemals gesehen, wie sie jemand isst. Daher ging ich davon aus, dass sie vielleicht nicht essbar sind. Es stellt sich heraus, dass sie durchaus essbar sind, aber doch einiges an Arbeit und Umsicht erfordern. Zunächst versuchen wir die Früchte vorsichtig zu ernten, ohne uns an den großen und kleinen Stachel der widerspenstigen Kakteen aufzuspießen. Dafür verwenden wir ein Messer, um sie in eine Tupperdose zu schubsen.

Wenn die Früchte tiefrot und damit reif sind, lassen sie sich mit einem einfachen Schubs mit dem Messer lösen. Dann gilt es sie zu schälen und von ihren winzigen Stacheln zu säubern, um sie weder in die Haut noch in den Mund zu bekommen. Sie verfügen außerdem über kleine harte schwarze Kerne, die herausgesammelt werden müssen. Ihr saftiges pinkes Inneres ist jedoch ein echter Hochgenuss und fortan sammeln wir die schönsten Exemplare für das morgige Frühstück ein.

Wir begegnen mehr Wanderern, sie alle legen jedoch nur jeweils eine Sektion zurück, die jeden Campground der Insel mitnimmt. Eine andere Art zu wandern als die unsere, aber nicht minder sinnvoll. Viel Zeit zum Genießen, während wir mit dem begrenzten Tageslicht im Februar immer wieder die Zeit im Nacken haben. Dann können wir einen großen Vogel seine Kreise in der Ferne drehen sehen. Bei seinem Näherkommen können wir ihn als Weißkopfseeadler identifizieren, dieser ikonische Wappenvogel der USA dessen Konterfei neben der US-amerikanischen-Flagge daher allgegenwärtig ist. Auf Live-Webcams lassen sich übrigens die Nester der Adler auf Catalina Island aus nächster Nähe beobachten. Unser Weißkopfseeadler schwebt immer wieder majestätisch über uns hinweg, die Zeit steht still, während wir ihn fasziniert beobachten, bis er in der Ferne verschwindet.

Kurz darauf sehen wir ein einsames Bison unterhalb des Trails im Gras, es ist jedoch zu weit entfernt, um Details zu erkennen. Es könnte auch ein Stein mit Hörnern sein. Vor unserem Zwischenziel, dem kleinen Flughafen von Catalina Island, fängt es wieder an zu regnen und wir legen einen Zahn zu. Eine Portion Zucker hilft mir meine Kräfte zu reaktivieren. Ich bin mächtig hungrig und die letzten drei Kilometer scheinen sich ewig zu ziehen. Der Trans-Catalina-Trail macht einen großen Bogen um den Flughafen herum bis wir ihn dann von hinten erreichen. Wir kommen noch vor 15 Uhr an, was uns genug Zeit gibt. Wir essen Bisonburger und trinken Cola. Mittlerweile wird uns wieder kalt, wenn wir so herumsitzen. Aber es prasselt ein Feuer im Kamin, an dem wir uns aufwärmen können.

Über dem Kamin hängt ein großer Bisonkopf, darum herumstehen gemütliche Sofas und der Fernseher in der Ecke ist auf typisch amerikanische Weise viel zu laut, was die gemütliche Stimmung etwas trübt. Eine schwarze Katze schläft auf einem Stuhl und kommt später zum Kuscheln bei mir vorbei. Dieser abgelegene Flughafen fungiert nicht nur als Anflugpunkt für Privatflugzeuge und Tankstelle für hungrige Wanderer, sondern ist auch ein beliebtes Ziel für Besucher der Insel. Der auf einer 480 m hohen Hochebene gelegene Flughafen bietet an klaren Tagen schöne Ausblicke und die Fahrt hierher eine gute Chance Bisons zu entdecken.

Unter den heutigen Besuchern befindet sich ein Hubschrauberpilot, der uns erzählt, dass er heute von Seattle bis nach Newport Beach geflogen ist. Dort hat er Kunden abgeholt, um sie hierherzufliegen, was übrigens 15 Minuten dauert. Er erzählt uns auch die wilde Geschichte, wie er mal mit einem Hubschrauber bis nach Guatemala geflogen sei, zwischendurch 16-mal auftanken musste und einen spanischsprechenden Co-Piloten dabei hatte, dem er 600 $ pro Tag gezahlt hat. Privatpilot zu sein rentiert sich offenbar. Ich kann mich schwer von der Kuschelkatze losreißen, aber bei der Schließung des Cafés um 16 Uhr, machen wir uns wieder auf den Weg.

Der Flughafen ist umgeben von vielen Wachteln, die in großen Gruppen wie aufgescheuchte Hühner vor uns her wackeln. Sie verfügen über ein reiches Repertoire an Lauten – von einem meerschweinchenartigen Quieken, über Klicklauten bis zu fuchsartigen Rufen. Diese Vögel verfügen über einen markanten Federbüschel auf dem Kopf, dem sogenannten Schopf, der ihnen ihren Namen einbringt – Kalifornische Schopfwachtel. Sie ist Staatsvogel Kaliforniens und findet sich überall auf der Insel. Außerhalb der Brutzeit schließen diese äußerst sozialen Vögel sich zu Gruppen zusammen, um Nahrung zu suchen und sich vor Raubtieren zu schützen.

Zufrieden kehren wir dem Flughafen den Rücken, folgen dem Weg bergab zu einem kleinen Bach mit knorrigen, verschlungenen Steineichen voller wie Bärte herabhängender Flechten, moosigen Steinen und piksigem Gras. Danach erwartet uns der letzte Anstieg des Tages, der mal wieder steil ist, bis wir die Straße und kurz darauf den mit Steineichen bestandenen Black Jack Campground erreichen. Campsite 1 ist die beste, Nummer 4 ist jedoch auch schön. Mittlerweile hat es wieder angefangen ein bisschen zu regnen und wir ziehen uns ins Zelt zurück.

Ich lausche den Geräuschen der Nacht: Quakende Frösche, irgendwo ein Vogel, das Schnarchen meines Freundes. Dabei kommt mir der Gedanke, wie man eigentlich am schlausten in Grizzlybär-Gegenden nachts seine Notdurft verrichtet, diese Recherche muss allerdings bis morgen warten. Für heute bin ich froh, dass es auf Catalina Island keinerlei gefährliche Tiere gibt. Die einzigen Bewohner, die ein Gefahrenpotenzial haben, sind die Bisons, die einen aber in Ruhe lassen, wenn man sie in Ruhe lässt.

3. Tag: Bisons und der beste Aussichtspunkt der Insel
Black Jack Campground bis Avalon

21 km / 660 hm / 6h 

Wir schlafen ein wenig aus, was unter Wanderern 8 Uhr bedeutet – ein Luxus, den wir uns aufgrund der heutigen, eher gemütlichen Etappe erlauben. Wir wachen zu einem wunderschönen, sonnigen Morgen auf. Zum Frühstück genießen wir unsere am Vortag gesammelten Kaktusfrüchte. Doch schnell wird mir eine Lektion in Achtsamkeit erteilt, als ich mir die Zunge an ihren tückischen kleinen Stacheln verletzte. Ein schmerzhafter Beweis dafür, warum diese Früchte nicht jedermanns Sache sind. Diese winzigen Stacheln sind wirklich unangenehm im Mund und schwer herauszubekommen. Ich weiß mir nur mit einer Wasserspülung und meiner Zahnbürste zu helfen, was mir einigermaßen Linderung verschafft. Eine spätere Recherche legt offen, dass auch Klebeband, Wachs oder das Essen von weichen Lebensmitteln Abhilfe schaffen können.

Mit dem Wechsel des Wetters, der die strahlende Morgensonne hinter Wolken versteckt, brechen wir auf zur heutigen Wanderung nach Avalon. Der Pfad führt uns weg von der kargen Kaktuslandschaft, hin zu einer Umgebung, die von den charakteristischen kalifornischen Steineichen dominiert wird. Sogar Wasser fließt auf dem Trans-Catalina-Trail zu dieser Jahreszeit. Über uns können wir bereits eine Picknickbank erblicken, die den höchsten Punkt des ersten steilen Anstiegs markiert. Dieser ist gewohnt steil, aber nur kurz. Während wir am Picknickplatz die Blumen um uns herum bewundern, steht plötzlich Kyle vor uns, der erste Wanderer des heutigen Tages aus der entgegen gesetzten Richtung.

Er sieht aus wie ein Thru-Hiker und redet wie ein Thru-Hiker. Er trägt Shorts, einen minimalistischen Rucksack, ist früh aufgestanden und flott unterwegs, und nutzt den Ausdruck „Flip Flop“. Wir horchen sogleich auf und fragen ihn. Er ist den Wonderland Trail um den Mount Rainier und die letzten 100 Kilometer des PCTs gelaufen. Wir sehen einen zukünftigen Thru-Hiker in ihm, der nur darauf wartet sein volles Potenzial zu entfalten.

Kurz darauf gelangen wir zu einer Straße und stoßen auf eine größere Gruppe. Sie lassen uns wissen, dass etwa eine Meile von hier ein Bison hinter einem Stausee nahe der Straße zu finden ist. Getrieben von Neugier legen wir den Turbo-Modus ein, um zum Bison zu kommen. Kurze Zeit später sehen wir das erste Bison unterhalb unseres Weges friedlich grasen. Es ist jedoch ein Stückchen weiter entfernt, was mich nachdenklich stimmt, ob es nicht noch ein zweites Bison gibt, das näher an der Straße ist und auf das sich die Wanderer bezogen haben. Denn mit der Geschwindigkeit, die der Kollege unter uns an den Tag legt, hat er es niemals so schnell dort hinunter geschafft. Während wir ihn beobachten, erweist uns sogar noch ein Fuchs die Ehre. Beide sind wohl auf das Wasser des kleinen Baches dort unten aus.

Wir gehen erwartungsvoll weiter, wandern rasch um den kleinen Stausee Haypress Reservoir herum und erreichen dann einen Rastplatz mit Toiletten, Trinkwasser und Spielplatz. Dort befindet sich dann tatsächlich ein zweites Bison, das sich überhaupt nicht stören lässt. Wir klettern auf den Spielplatz, um eine sichere Beobachtungsplattform zu haben, aus der wir es aus unmittelbarer Nähe beobachten können. Auch wenn die Bisons sehr gemütlich aussehen – sie können auch anders, worauf uns Warnschilder immer wieder hinweisen. Es gilt mindestens 40 Meter Abstand zu den riesigen Tieren zu halten, die bis zu 800 kg schwer, bis zu 55 km/h schnell laufen und dabei bis zu 2 m hoch springen können, was bei ihrem Anblick unglaublich erscheint. Autos mit Touristen kommen immer wieder vorbei, um das Bison zu beobachten und spulen dabei immer wieder die gleichen Informationen über die Bisons ab.

Nachdem wir das Bison ausführlich beobachtet haben, verabschieden wir uns und folgen nun einer breiten Schotterstraße bergauf bis zu einem Toilettenhäuschen. Hier gibt es eine Abzweigung zu einem Aussichtspunkt, dem „Lone Tree View Point“. Anstatt darüber eine Entscheidung zu treffen, ob der Abstecher die extra 3,5 km wert ist oder nicht, begeben wir uns erst mal ein Stück weiter zu einer Aussichtsplattform, wo wir eine Mittagspause machen. Wir kochen Chipotle-Bohnensuppe mit Hühnchen, was doch überraschend schmackhaft ist. Unter uns können wir bereits Avalon sehen, das das Ende unserer Wanderung auf Catalina Island markiert. Davor ankert ein riesiges Ungetüm von Kreuzfahrtschiff. Während wir da so sitzen, verzeihen sich die Wolken wieder und geben den Blick auf blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein frei.

Wanderer kommen von Avalon herauf, die sich als Passagiere des Kreuzfahrtschiffs herausstellen und sich für eine Wanderung hier rauf entschieden haben. Wir unterhalten uns kurz, es sind zwei junge Studenten von der University of Southern California und sie erzählen uns, dass ihr Schiff auf dem Weg nach Ensenada in Mexiko ist. Sie sind oberkörperfrei und ich mutmaße, dass sie sich bestimmt einen ordentlichen Sonnenbrand einfangen würden. Wir erzählen ihnen von dem Aussichtspunkt und sie entscheiden sich daraufhin dorthin zu wandern. Schließlich entscheiden wir uns schließlich auch dazu, denn wir haben genügend Zeit, bis die Fähre uns am Abend zurück zum Festland bringen würde.

Wir gehen ein Stück zurück zur Abzweigung und wandern dann etwa eine Meile in vielen unnötig erscheinen steilen Auf- und Abstiegen zum Aussichtspunkt „Lone Tree View Point“, die uns auf Hin- und Rückweg etwa 300 zusätzliche Höhenmeter bescheren. Wir müssen feststellen, dass er diese Mühen tatsächlich wert ist. Es handelt sich um einen wunderschönen Aussichtspunkt, den ihr nicht verpassen solltet und ein echter Höhepunkt dieser Tagesetappe darstellt. Es ist definitiv einer der schönsten Ausblicke des gesamten Trans-Catalina-Trails. Eine weitere Picknickbank lädt zum Verweilen ein. Von hier aus erstreckt sich ein Panorama, das uns für einen Moment alles um uns herum vergessen lässt. Wir können die gesamte Küste entlang blicken, die Färbung des Wassers lässt uns an die Karibik denken, San Clemente Island ragt vor uns auf. Wir wollen hier gar nicht mehr weg, machen viele Fotos, fläzen uns in der Sonne.

Kurz debattieren wir, ob wir zum Sonnenuntergang bleiben sollten, denn dies ist der perfekte Spot dafür. Wir entscheiden uns dann jedoch dagegen, denn wir wollen nicht unter Zeitdruck geraten, da wir durchaus noch ein paar Kilometer bis nach Avalon zurückzulegen haben. Wir essen ein paar weitere Kaktusfrüchte, ich erwische aber wieder ein paar Stacheln, die sich unangenehm an mehreren Stellen in meinem Mund festsetzen. Es ist nahezu unmöglich diese feinen Stacheln zu entfernen. Das Beste, was mir einfällt, ist es mit meiner Zahnbürste zu versuchen. Für heute habe die Schnauze voll von der neu entdeckten Köstlichkeit.

Schweren Herzens lassen wir diesen wunderschönen Ort zurück und begeben uns wieder zur Abzweigung, um zur Zivilisation zurückzukehren. Wir entscheiden uns für einen der zwei Trails hinunter zum Hermit Gulch Campground vor Avalon. Es ist durchaus steil und ich bin froh, dass wir diesen Teil als Abstieg bewältigen. Wir singen auf dem Weg hinab und die Zeit verfliegt. Wir gelangen zum großen, leeren Campground und machen eine schnelle Toilettenpause, die uns Kyle mit der Information für den Tür-Code ermöglicht hat.

Nun steht uns nur noch ein kurzer Roadwalk nach Avalon bevor. Es wird bereits dunkel, als wir Avalon erreichen, eine süße kleine Stadt, die sehr europäisch angehaucht ist. Voller farbenfroher Häuser, kleinen Boutiquen, und gemütlichen Cafes, die sich entlang der Uferpromenande aufreihen. Die einzige Stadt auf Catalina Island ist fast autolos. Golfcarts sind das bevorzugte Transportmittel sowohl für Einheimische als auch Touristen, was zum entspannten Inselcharme beiträgt.

Mittlerweile schmerzen meine Füße ein bisschen und ich sehne mich danach mich hinzusetzen und auszuruhen. Wir schlendern ein wenig durch die Stadt und setzen uns dann in den Wartebereich für die Fähre, wo wir uns Sandwiches holen. Definitiv nicht die besten Sandwiches, aber auch nicht die schlechtesten, die ich je hatte. Wir betreten die Fähre und eine Stunde später kommen wir in Long Beach an. Der geplante Bus zurück nach San Pedro fährt so spät nicht mehr. Wir bestellen uns also ein Uber, das uns zurück zu unserem Auto am Anleger in San Pedro bringt. Und so endet unser kurzes Abenteuer auf Catalina Island – ein Abenteuer, das uns mit unvergesslichen Erinnerungen und dem Wunsch nach mehr zurücklässt.


Fakten zur Tour

Trekkingtour Trans-Catalina-Trail
Dauer: 2 bis 5 Tage
Distanz: 62 km
Ausgangspunkt: Two Harbours oder Avalon auf Catalina Island, USA
Gesamtanstieg: 2.500 hm
Schwierigkeit: mittel


Jahreszeit

Mai bis September sind am beliebtesten, daher wird es entsprechend voll auf der Insel und die Reservierung der Campgrounds schwierig. Außerdem erscheint es mir viel zu heiß zu dieser Jahreszeit. Ich empfehle daher den Winter oder den Frühling (März bis April) oder späten Herbst (Oktober bis November). Dann herrscht angenehmes Wanderwetter und es lässt sich Einsamkeit finden. Wir waren Ende Februar unterwegs und hatten ein sehr gemischtes Wetter, was jedoch zu einem in Südkalifornien selten gesehenen Grün und einer einzigartigen Stimmung führt, die mich mehr an Neuseeland oder Irland als an Kalifornien erinnert hat. Februar ist der regenreichste Monat in Südkalifornien.

Anreise

Mit der Fähre von San Pedro, Long Beach, Dana Point (Catalina Express) oder Newport Beach (Catalina Flyer). Achtung: Von und nach Two Harbours gelangt ihr nur nach und von San Pedro. Diese Fähre verkehrt im Winter jedoch nicht täglich, was uns dazu veranlasst, hat den Trans-Catalina-Trail in die andere Richtung als üblicherweise zu gehen.

Wir sind an einem Sonntag von San Pedro nach Two Harbours gefahren und an einem Dienstag zurück von Avalon nach Long Beach. Dort könnt ihr den Bus zurück nach San Pedro oder ein Uber nehmen. Die Fähr-Überfahrt kostet pro Strecke und Person 42 $.

Das Parken auf der Straße empfiehlt sich in San Pedro nicht, da die Gegend doch etwas problembehaftet ist. Es ist besser in den sauren Apfel zu beißen und die 20 $ pro Tag für den Parkplatz direkt an der Fähre zu zahlen.

Campgrounds

Wildzelten ist auf dem Trans-Catalina-Trail nicht erlaubt, ihr müsst euch eine Campsite auf den fünf Campgrounds der Insel reservieren:
Hermit Gulch Campground (40 Campsites)
Black Jack Campground (10 Campsites)
Little Harbor Campground (26 Campsites)
Parsons Landing Campground (8 Campsites)
Two Harbors Campground (47 Campsites)

Das ist leider nicht ganz günstig, denn pro Nacht und Person werden 30 $ fällig. Die Campsites verfügen über Trinkwasser, Toiletten und Duschen (außerhalb von Two Harbours und Hermit Gulch jedoch nur kalte Duschen). Nur Parsons Landing hat weder Duschen noch Trinkwasser. Hier könnt ihr die Campsites reservieren>>

Übersicht der Campgrounds auf dem Trans-Catalina-Trail, Bild von www.visitcatalinaisland.com
Übersicht der Campgrounds auf dem Trans-Catalina-Trail, Bild von www.visitcatalinaisland.com

Resupply

In Avalon gibt es einen Vons-Supermarkt und zahlreiche Restaurants. In Two Harbours gibt es zwei Restaurants und einen kleinen General Store, der gegen eine saftige Gebühr von 50 – 60 $ sogar einen Lieferservice zum Two Harbours und Little Harbour Campground anbietet (Öffnungszeiten 9 bis 17 Uhr). Zwischendurch könnt ihr Essen und Snacks beim „Airport in the Sky“ Café zwischen Little Harbour und Black Jack Campground bekommen (Öffnungszeiten: 8:30 bis 16 Uhr).

Etappenplanung

Ich beziehe mich hier auf die offizielle Richtung des Trans-Catalina-Trails von Avalon nach Two Harbours. Ihr könnt aber auch problemlos in die andere Richtung gehen, wie wir es getan haben.

3 Tage auf dem Trans-Catalina-Trail – Die schnelle Variante für fitte Wanderer

  • 1. Tag: Avalon nach Black Jack Campground (17 km / 790 hm)
  • 2. Tag: Black Jack Campground bis Two Harbours Campground (23 km / 1.230 hm)
  • 3. Tag: Two Harbours Campground über Parsons Landing zurück nach Two Harbours Campground (22,4 km / 775 hm)

4 Tage auf dem Trans-Catalina-Trail – Die moderate Variante

  • 1. Tag: Avalon nach Black Jack Campground (17 km / 790 hm)
  • 2. Tag: Black Jack Campground bis Little Harbour Campground (13,6 km / 280 hm)
  • 3. Tag: Little Harbour Campground bis Two Harbours Campground (8,8 km / 450 hm)
  • 4. Tag: Two Harbours Campground über Parsons Landing zurück nach Two Harbours Campground (22,4 km / 775 hm)

5 Tage auf dem Trans-Catalina-Trail – Die entspannte Variante

  • 1. Tag: Avalon nach Black Jack Campground (17 km / 790 hm)
  • 2. Tag: Black Jack Campground bis Little Harbour Campground (13,6 km / 280 hm)
  • 3. Tag: Little Harbour Campground bis Two Harbours Campground (8,8 km / 450 hm)
  • 4. Tag: Two Harbours Campground bis Parsons Landing Campground (10,4 km / 570 hm)
  • 5. Tag: Parsons Landing Campground bis Two Harbours Campground (12 km / 250 hm)

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    Ich bin verliebt in die Welt, ihre Berge und das Abenteuer. Seit jeher beschäftigt mich eine starke Sehnsucht nach einem intensiven Leben. Dabei bedeuten Wandern und Reisen für mich pure Freiheit und Glück. Auf diesem Blog lest ihr alles über meine Abenteuer auf der ganzen Welt

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