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Italien: Hoch über dem Gardasee

Der Monte Altissimo de Nago gehört mit 2.074m zu den höchsten Gipfeln rund um den Gardasee. An klaren Tagen garantiert er eine Sicht auf den ganzen Gardasee. Ein Muss für jeden Wanderer und Gardasee-Liebhaber ihn auch aus der Vogelperspektive zu sehen!

Heute scheint beim morgendlichen Blick aus dem Zelt wieder die Sonne und wir freuen uns auf unsere Wanderung auf den Monte Altissimo. Im strahlenden Sonnenschein laufen wir im Bergdorf San Giacomo los, über Kuhweiden und durch Buchenwald hinauf. Es geht weiter aufwärts zur Alm Malga Campo auf 1.637m. Hier wohnt neben Kühen auch ein Esel, den ich ausgiebig mit Streicheleinheiten versorge, bevor wir den Monte Campo erklimmen. Hier genießen wir die Aussicht auf das Tal und die umliegenden Gipfel und Plateaus. Die Mittagssonne knallt uns auf die Haut, denn trotz gemäßigten Temperaturen hier oben, ist die Hitze beim Aufstieg enorm.

Monte Altissimo

Nach einem weiteren Anstieg über Weideland gelangen wir zum Sattel Bosca Poitrane und meistern hier die letzten 250 Höhenmeter zum Monte Altissimo. Über den Nordostrücken ein Stück steil, der Rest gut machbar. Hier kommen leider Wolken vorbeigezogen, die uns die Sicht nehmen. Wir steigen weiter bis wir das Rifugio sichten. Hinter einer kleinen Kapelle versteckt sich dann der Gipfel mit einem winzigen Gipfelkreuz. Ein bisschen verziehen sich die Wolken hin und wieder und geben den Blick auf die Nordseite des Gardasees frei. Wir können Limone und Riva del Garda ausmachen.

Auf einem Grasrücken ein Stück oberhalb der Hütte sieht man noch etwas steiler hinunter. Auf gezackten Felskanten und noch ein Stück südlicher, soweit es die Wolken zulassen. Zwischendurch beehrt uns aus die Sonne mit wärmenden Strahlen, die wir ins uns aufsaugen bevor wir uns wieder in Wolken an den Abstieg machen. Nach kurzer Zeit sind wir wieder 850 Höhenmeter hinab gestiegen und wir gönnen uns ein kühles Getränk in der örtlichen (und wohl einzigen) Bar.

 

Rückweg auf Irrwegen

Dann wollen wir noch auf dem Rückweg noch auf die Hochebene von Prada, verfahren uns aber irgendwo auf dem Weg und landen im Nirgendwo. Erst kommt noch das kleine, authentische Dorf „Pradonegro“, das aussieht als wäre hier schon lange keiner mehr vorbei gekommen. Dann geht es an „Achtung Kuh“-Schildern über mit Schlaglöchern übersäten Straßen weiter, teilweise auf Forstwegen durch den dunkler werdenden Wald. Irgendwann fahren wir an einem Kloster mit Heli-Landeplatz vorbei. Kein Mensch oder sonstige Zeichen von Zivilisation zu erblicken, nicht mal mehr Kühe.

Wir erreichen irgendwann einen Berg und haben einen fantastischen Blick auf Wolkenberge, schwindendes rosa Dämmerlicht und eine Regenfront die sich von Norden her nähert. Wir drehen um und fahren wieder zurück Richtung Torri del Benaco. Dabei finden wir auch das richtige Schild Richtung Prada, verzichten aber aufgrund vorgerückter Stunde und fahren bei Regen auf den Zeltplatz zurück. Was für ein Abenteuer!

Regnerische Abendstimmung im Nirgendwo

FAKTEN ZUR TOUR
Bergtour Monte Altissimo de Nago über Malga Campo (2.079m)
Gehzeit: 4-4,5h
Höhenmeter: 780hm
Ausgangspunkt: Von Nago Richtung Monte Baldo bis zum Wanderparkplatz (1.550m)
Schwierigkeit: T2 – Bergwandern

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    Annika

    Ich bin verliebt in die Welt, ihre Berge und das Abenteuer. Seit jeher beschäftigt mich eine starke Sehnsucht nach einem intensiven Leben. Dabei bedeuten Wandern und Reisen für mich pure Freiheit und Glück. Auf diesem Blog lest ihr alles über meine Abenteuer auf der ganzen Welt

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