Hochplatte: Winterwunderland Ammergauer

Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit entscheiden für uns für die Bayerischen Voralpen, konkret die Ammergauer Alpen. Unser Ziel ist die 2.082m hohe „Hochplatte“. Während in München kein Flecken Schnee zu sehen ist, so ist der Winter an der Ammerwaldalm auf 1.100m bereits angekommen. Die ersten Langläufer können wir am Straßenrand schon ausmachen. Es herrscht perfektes Winterwetter – blauer Himmel, weiß glitzernder Schnee.

Aufstieg zur Hochplatte

Ein breiter Forstweg geht in den Wald hinein bis dieser in einen Steig mündet. Über eine bei Schnee nicht sehr vertrauenserweckende Brücke – bestehend aus zwei Baumstämmen mit Geländer) überqueren wir den Roggentalbach. Hier und da kommen kleine Kaskaden herunter. Kleine Gumpen laden zu sommerlichen Badegedanken ein. Aus matschigen Wegen wird langsam eine dicke Schneedecke. Wir gelangen in steilerem Anstieg über Schneefelder hinauf zum Weitalpjoch. Immer wieder versinken wir in tiefe Schneelöcher.

Leicht abwärts gehen wir über den Sattel herum und der Gipfelsturm beginnt. Über einen aussichtsreichen Grat schreiten wir auf das Gipfelkreuz zu. Der normalerweise schon recht breite Pfad am Grat ist durch den Schnee zu einer schmalen, ausgesetzten Angelegenheit geworden. An einer Stelle befinden sich Drahtseile, ansonsten muss man sehr konzentriert gehen um am besten den Blick nach rechts und links in den Abgrund vermeiden.

Auf der Hochplatte

Nach etwa drei Stunden sind wir am Gipfel der Hochplatte (2.082m) angelangt und genießen die herrliche Aussicht. Füttern die Alpendohlen. Genießen die Sonne. Unter uns Wolkentäler, die wie das Meer wirken, die daraus hervorragenden Berge wie kleine Inselchen.

Abstieg

Man könnte hier eine schöne Überschreitung über das „Fensterl“ machen um wieder nach unten ins Roggental zu gelangen. Wir entscheiden uns aufgrund der uneinsehbaren Schneeverhältnisse und einer etwas unerfahreneren Teammitglied, von nördlich des Weißwurstäquators kommend, jedoch dagegen und nehmen den gleichen Weg als Abstieg wieder zurück. Bergab bedeutet der Schnee weitaus mehr Vergnügen. Hüpfend gelangt man hier relativ schnell wieder durch die Schneefelder, auch wenn es auch hier hin und wieder zu Einbrüchen kommt (unter anderem eine etwas schmerzhaftere Begegnung zwischen Felsen und meinem Schienbein). Kurz vor dem Tal, durchstoßen wir die Hochnebeldecke, unten ist es grau und trist. Kaum vorstellbar, dass wir den ganzen Tag in Sonne gebadet haben.

Ich freue mich schon auf die beginnende Skitourensaison – diese Tour war ein großartiger Vorgeschmack auf alle uns noch erwartenden Abenteuer!


FAKTEN ZUR TOUR
Bergtour Hochplatte (2.082m)
Gehzeit: 4-5h
Höhenmeter: 1.00hm
Ausgangspunkt: Ammerwaldalm (1.090m)
Schwierigkeit: T3 – anspruchsvolles Bergwandern

FAKTEN ZU DEN TOUREN
Bergtour Hanauer Hütte (1.922m)
Gehzeit: 2h
Höhenmeter: 630 hm
Ausgangspunkt: Weiler Boden in Pfafflar (1.357m)
Schwierigkeit: T2 – BergwandernMerken

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Die Weltwanderin

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Annika

Ich bin verliebt in die Welt, ihre Berge und das Abenteuer. Auf Fernwanderungen wie dem Te Araroa, PCT und CDT habe ich inzwischen über 16.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Wandern bedeutet für mich Freiheit, Glück und ein Leben im Hier und Jetzt. Hier teile ich meine Abenteuer aus der ganzen Welt.

Mein erstes Buch

Leise Schritte in einer lauten Welt
Über 4000 Kilometer auf dem
Continental Divide Trail

Erscheint voraussichtlich Herbst 2026

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Bevor sich Weltwanderin voll auf Thru-Hiking fokussierte, habe ich auch über meine Reisen und alpinen Bergsport geschrieben. Diese Artikel findet ihr hier: