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Indonesien: Highlights rund um Ubud

Ubud ist das kulturelle Zentrum von Bali. An jeder Straßenecke gibt es bunte Tempel, lebendige Tanzvorstellungen und balinesische Leckereien. Die umgebenen Reisfelder, Vulkane und Wasserfälle machen Ubud aber zu einem vielfältigen Ziel. Ursprünglich hatten wir geplant nach nur zwei Nächten in Ubud weiterzufahren, uns gefiel es jedoch so gut, dass wir einfach fünf Tage lang blieben.

Nach dem obligatorischen Surfen in Kuta leihen wir uns für fünf Tage einen Roller um eine Tour nach Ubud zu machen und dort die Gegend zu erkunden. So ein Roller ist für etwa 55.000 Indonesische Rupien für pro Tag zu haben was etwa 3 Euro entspricht. Den Großteil unseres Gepäcks lassen wir in Kuta um so mit nur leicht und frei zu zweit auf dem Roller fahren zu können. Bali ist nicht so klein wie man annehmen könnte. Wir brauchen ganze zwei Stunden um bis nach Ubud zu kommen, den ein oder anderen unfreiwilligen Umweg eingeschlossen.

Ubud

In Ubud selbst gibt es viel zu erkunden. Überall wimmelt es von kleinen Tempeln, in Warungs angebotene Köstlichkeiten und zahlreichen Märkten. Aber auch unser Hotel ist ein Traum für sich, denn ist es wie eine kleine Tempelanlage. Auch dieses wunderbare Homestay trägt dazu bei, dass wir uns in Ubud sehr wohlfühlen und länger als geplant hier bleiben.

Prunkvolle Tempel

Mitten in Ubud steht der Ubud Palast, Wohnort der königlichen Familie. Abends finden hier auch Tanzveranstaltungen statt und der Palast ist atmosphärisch beleuchtet. Ich mag es unheimlich an Bali, dass sich hier solche bunten Stätten finden. Ihre Religion wirkt nicht dunkel und bedrückend, sondern einfach lebensbejahend. Ein weiterer sehenswerter Tempel ist der Pura Taman Sarawati. Vor dem Tempel befindet sich ein lotusübersäter Teich, was ihn zu einem besonders hübschen Anblick macht.

Balinesischer Tanz

Abendliche Tanzveranstaltungen findet man überall in der Stadt und auch wir lassen uns den traditionellen balinesischen Tanz nicht entgehen. Wir sehen uns den sogenannten Froschtanz an wobei es sich um ein balinesisches Märchen handelt. Die Geschichte handelt von einem Prinzen, der bei der Jagd auf Libellen in einen Frosch verwandelt wird. Eines Tages begegnet der Frosch einer Prinzessin und sie verlieben sich ineinander. Schließlich wird er wieder zurück in einen Prinzen verwandelt, muss nun aber seine Geliebte davon überzeugen, dass er der Frosch ist in den sie sich verliebt hat. Besonders beeindruckend sind die starken Gesichtsausdrücke der Tänzer.

Balinesische Leckereien

Überall in Ubud gibt es kleine Warungs, die typische balinesische Küche anbieten, die auch sehr günstig ist. Es gilt einfach die großen Restaurants zu vermeiden und lieber etwas Kleines in den Nebenstraßen zu suchen. Neben Balinesischem Curry und Tempeh sind meine Favoriten Gado-Gado und Mie Goreng – alles vegetarisch.

Aber auch einige der größeren Restaurants sind einen Besuch wert. Viele bieten ihre Speisen in Bioqualität an. und oft sind sie vegetarisch oder sogar vegan. Besonders angetan hat es uns das vegane Atman Restaurant in dem wir immer wieder einkehren. Deren Kuchen, Kokosshakes und sonstige Gerichte sind einfach ein Traum und das Café ein Ruhepol mit Blick auf einen Seerosenteich, das seinesgleichen sucht.

Wer tiefer in die balinesische Küche eindringen möchte dem empfehle ich auch einen Kochkurs.

Spas

Noch mehr für das körperliche und leibliche Wohl sorgen die zahlreichen Spas in und um Ubud. In den verschiedensten Preisklassen kann man sich hier massieren, maniküren und baden lassen. Eine Ganzkörpermassage mit anschließendem Blütenbad sorgt für reinste Entspannung nach einem Tag in der balinesischen Hitze. Bei der einstündigen Massage wird der ganze Körper durchgeknetet. Danach gibt es ein Ganzkörperpeeling im Liegen. Mit dem in Salz eingeriebenen Körper wird man dann mit einer Schöpfkelle und wohl temperierten Wasser abgewaschen. Hinterher wird man mit Seife abgerieben und abgespült. Man fühlt sich wie ein kleines Kind während man so verwöhnt wird. Dann geht’s in die blütengefüllte Badewanne.

Bargeld dabei zu haben empfiehlt sich jedoch, sonst ist auf der Suche nach dem nächsten Bankautomaten sämtliche Entspannung wieder dahin…

Der Affenwald von Ubud

Der dichte Dschungel vom Sacred Monkey Forest Sanctuary ist ein idealer Ort um den belebten Straßen von Ubud zu entfliehen. Diese kleine Regenwaldfläche beheimatet drei heilige Tempel und viele freche Makaken. Sie warten nur darauf Essen oder andere Eigentümer der Passanten an sich zu reißen. Natürlich geht es auch hier nicht ohne Menschen zu, es verläuft sich jedoch recht gut in den Ecken und Winkeln der großen Anlage.

Campuan Ridge Walk

Eine andere Möglichkeit den Massen zu entfliehen und etwas Natur zu erleben ist der Campuan Ridge Walk, der oberhalb zwei üppiger Flusstäler entlang führt und an klaren Tagen sogar Ausblick auf den Gunung Agung, den höchsten Vulkan auf Bali, bietet. Dabei kommt man an Reisfeldern und kleinen Dörfern vorbei. Insgesamt führt der Weg 8,5km von Ubud nach Norden. Das empfiehlt sich aber nur am Morgen wenn es noch nicht so heiß ist. Wir sind natürlich viel zu spät dran und gehen deshalb nur bis zum ersten Dorf – es ist einfach viel zu heiß für einen langen Marsch. Der Schweiß tropft schon wenn es nur flach ist und jede Steigung endet in einem wahren Schweißmonsun.

Rund um Ubud

Goa Gajah

Nur 10 Minuten mit dem Roller entfernt liegt die Goa Gajah, die sogenannte Elefantenhöhle, obwohl es auf Bali nie Elefanten gab. Die Höhle aus dem 11. Jahrhundert ist in eine Felswand gemeißelt und man betritt sie durch das Maul eines Dämons. Im Inneren riecht es so intensiv nach Räucherstäbchen, dass es einem dem Atem nimmt. Hier findet sich eine Statue von Ganesha, dem elefantenköpfigen Sohn Shivas. Am schönsten ist aber der umgebene Tempel mit einem Brunnen und vielen riesigen alten Bäumen. Bei einem der kleinen Schreine segnet eine Frau Touristen, was ich mir nicht nehmen lasse.

Tegallalang Reisterrassen

Nicht weit von Ubud entfernt befinden sich die Tegallalang Reisterrassen. Üppige grüne Reisfelder flankieren hier die Straße und schmale Pfade führen durch sie hindurch. Kleine Cafés bieten Erfrischungen in der schwülen Hitze und die ein oder andere Schaukel lässt sich gegen einen Obolus als hübsches Fotomotiv verwenden. Diese sind aber stark von Touristen frequentiert und die Schlange ist lang. Von der Straße können wir einmal über die Reisterrassen nach unten spazieren und auf der anderen Seite, wo es deutlich ruhiger zugeht, wieder hinauf. Hier sieht die Schaukel auch deutlich spektakulärer aus, denn man kann direkt über den Agrund schaukeln. Wir sind abends unterwegs wo bereits weniger los ist und die Idylle auch ohne Massen zu genießen ist.

Pura Gunung Kawi

Der alte Tempel von Gunung Kwai befindet sich in einer Entferung von etwa einer halben Stunde Rollerfahrt nördlich von Ubud. Hier zwischen den dicht bewachsenen steinernen Schreien kann man sich wahlweise wie Indiana Jones oder Lara Croft fühlen, die auf Entdeckungsreise durch den Dschungel sind. Eine steile Steintreppe führt uns an üppigen Reisfeldern hinab zum Fluss. Unten befindet sich der große Tempel- und Begräbniskomplex, der zu Balis ältesten und größten gehört. In die 8m hohen Nischen der Felswand sind verschiedene Schreine gehauen. Angeblich wurden alle 10 Schreine in einer einzigen Nacht gehauen worden.

Im Vergleich zu den Sehenswürdigkeiten näher an Ubud ist hier auch fast gar nichts los und wir können in Ruhe die Anlage erkunden. Einziger Wermutstropfen ist, dass die steilen Treppen schlussendlich auch wieder hinauf gestiegen werden müssen. In der schwülen Hitze Balis ist jegliche körperliche Anstrengung, sei sie noch so gering, ein Kraftakt und von viel Schweiß begleitet. Zahlreiche kleine Geschäfte am Treppenrand bieten aber glücklicherweise Erfrischungen an. Kein Wunder also, dass wir uns oben eine Kokosnuss gönnen.

 

Wasserfall Tour

Rund um Ubud gibt es viele mehr oder weniger besuchte Wasserfälle. Als besonders schön empfand ich den Wasserfall Kampo Lampo, den wir gegen Abend komplett für uns alleine haben. Um ihn richtig genießen zu können gilt es allerdings im knietiefe Wasser zum Wasserfall zu waten. Dort bieten sich dann die schönsten Motive in den Felsstufen vor dem Wasserfall. Allerdings erschlägt uns auf dem Rückweg fast ein riesiger Ast. Gerade als wir auf dem steinernen Weg wieder hinauf steigen kracht es laut um Unterholz und ehe wir uns versehen landet der riesige Ast nur wenige Milimeter direkt neben uns. Puh, das sorgt für ordentlich Adrenalin.

Der Goa Rangreng, Tibumana, Pengibul und Kanto Lampo Wasserfall sind alle recht nah beieinander und lassen sich so wunderbar zu einer Wasserfall Tour verbinden. Überall ist es auch möglich zu baden. Im Vergleich zum etwas weiter entfernt liegenden Tegenungan Wasserfall hat man diese auch fast für sich alleine und die Fahrt dahin durch dünn besiedelte Reisfelder ist bereits eine Reise wert. Der Tegenungan Wasserfall ist unheimlich touristisch: Es wird eine Eintrittsgebühr fällig, es gibt eine Schaukel und Menschenmassen drängen sich im und um den großen Wasserfall. Hier finde ich ein einsames kleines Kätzchen mitten in den sonnenbeschienen Felsstufen am Wasserfall, das noch viel zu klein ist ohne Mutter irgendwo alleine zu sein, schon gar nicht in der sengenden Hitze. Ich übergebe die kleine Katze einem Einheimischen, der weiß wohin sie gehört. Menschenmassen hin oder her, der Wasserfall ist wirklich ein gewaltiger Anblick und einmal schaukeln ist auch mal drin.

Mount Batur

Balis Landschaft ist geprägt von aktiven Vulkanen, die sich bildschön zwischen Reisfeldern erheben. Der Mount Batur ist zwar nicht Balis höchster Vulkan, sein Gipfel bietet aber Ausblick auf ihn: Den 3.142m hohen Mount Agung. Während die Besteigung des Mount Agung schon eine ernsthaftere Wanderung ist gleicht der nur fast halb so hohe Mount Batur eher einem Spaziergang. Die Wanderung startet um 4 Uhr nachts um bei Sonnenaufgang am Gipfel zu stehen. Die Besteigung muss mit einem Guide unternommen werden, was sich aber von überall in Ubud organisieren lässt. Trotz der Massen, die nachts auf den Gipfel stürmen, ist es ein wunderschönes Erlebnis wie die Sonne den Himmel zum brennen bringt und die Szenerie erleuchtet. Mehr zur Besteigung des Mount Baturs findet ihr hier>>

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    Annika

    Ich bin verliebt in die Welt, ihre Berge und das Abenteuer. Seit jeher beschäftigt mich eine starke Sehnsucht nach einem intensiven Leben. Dabei bedeuten Wandern und Reisen für mich pure Freiheit und Glück. Auf diesem Blog lest ihr alles über meine Abenteuer auf der ganzen Welt

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